Homeoffice: Wie das Büro zuhause einrichten?

Homeoffice, seit 2020 für viele mehr Regel als Ausnahme. Aber was tun, wenn der Platz für ein Büro daheim knapp ist? Die Lösung: richtig einrichten.

Text von Tamara Effler, Content Management

 

Freizeit und Arbeit: Situationsbedingt verbringen wir gerade die meiste Zeit in den eigenen vier Wänden. Kaum verwunderlich, dass die Statistik Austria in der Kategorie Möbel, Heimwerkerbedarf und Elektrowaren von einem Umsatzwachstum von über 4%  berichtet. Weit vorne in der Einrichtungs-Hitliste finden sich Möbel für das Homeoffice. Hier sind Lösungen gefragt, die sich „platzsparend in den bestehenden Wohnraum eingliedern lassen und trotzdem klar vom Freizeitbereich abgegrenzt sind. Einen extra Raum haben nur wenige.“, erzählt ein namhafter Möbelhändler von den Anforderungen seiner Kunden. Wo, was, wie beim Einrichten zu beachten ist? Wir geben die Antwort.   

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Platzsparende Homeoffice-Einrichtung ist besonders gefragt.

Das richtige Wo

Fenster und Abgrenzung zum Wohnraum sind räumliche Must-Haves beim Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Tageslicht und Frischluft die Leistungsfähigkeit erhöhen. Daher empfiehlt sich für das Homeoffice auf jeden Fall ein Raum mit Fenstern. Schreibtisch und Monitor sollten seitlich von der Tageslichtquelle platziert werden. So wird eine Spiegelung des Fensters im Bildschirm verhindert, und die Augen geschont. Um volle Konzentration zu garantieren, sollte der Arbeitsplatz keinem großen Lärm ausgesetzt sein.

Ideal ist natürlich ein extra Zimmer. Ist dieses nicht zur Verfügung, sollte das Büro zuhause in einer separaten Ecke im Zimmer Platz finden. Denn eine optische Abgrenzung zwischen Wohnraum und Büro hilft die Work-Life-Balance zu bewahren. Auf ganz kleinem Raum trennt zum Beispiel ein Paravent das Büro ab.

Das richtige Was

Das Motto bei der Homeoffice-Einrichtung: Auf das Wesentliche konzentrieren. 

In einem richtigen Büro gehören ein großer Schreibtisch, der dazu passende Sessel, Aktenschränke und Regale zum Verstauen von Materialien, ein Rollcontainer und oft noch viel mehr zur Grundausstattung. Ein Homeoffice kann in den seltensten Fällen so umfangreich eingerichtet werden. Bevor die Möbelsuche startet, ist es wichtig sich zu überlegen welche Möbel für die Ausübung der Arbeit notwendig sind. Zwei Bildschirme verlangen beispielsweise eine größere Schreibtischfläche als ein Laptop. Manche arbeiten mit Ausdrucken und brauchen daher Platz für Ordner, während andere ohnehin alles digital abspeichern. Unsere Empfehlung: Erstellen Sie eine Shoppingliste, um gezielt nach den passenden Möbelstücken Ausschau zu halten. Was keinesfalls fehlen sollte: Zimmerpflanzen, denn sie sind wahre Konzentrationsbooster.

Das richtige Wie

Die Einrichtung muss drei Eigenschaften in sich vereinen: ergonomisch, funktionell und schön.

Von kompletten Büromöbelserien bis zu einzelnen Teilen – die Möbel-Auswahl ist schier unendlich. Entscheidungsgrundlagen sind der verfügbare Platz und das Budget. Das Herzstück des Arbeitsplatzes zuhause ist definitiv der Schreibtischsessel. Hier lohnt sich eine höhere Investition, denn Sofa, Esszimmersessel oder Barhocker sind nicht für acht Stunden Arbeit gebaut. Der Schreibtisch sollte genügend Platz für die notwendigen Geräte aber auch für die Ablage von Unterlagen bieten.

Das A&O bei der gesamten Homeoffice-Einrichtung ist die Ergonomie. 

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Diese Regeln machen den Arbeitsplatz ergonomisch. 

Bei der Farbgestaltung am Arbeitsplatz empfiehlt es sich, ruhige Farben und Erdtöne zu verwenden. Kräftiges Rot kann ablenken und damit die Konzentration mindern. Apropos: konzentriert arbeiten, funktioniert besser mit einem aufgeräumten Schreibtisch. Kein Platz für einen zusätzlichen Schrank? In Ordnungshilfen an der Wand oder Rollcontainer, die unter den Schreibtisch passen, lassen sich Unterlagen und Geräte verstauen.

 

Das Extra: Die Denker-Ecke

Im normalen Büroalltag finden Meetings in Konferenzräumen statt, das Brainstorming passiert im Nachbarbüro. Dieser Tapetenwechsel fehlt im Homeoffice. Das muss aber nicht sein. Denn schon ein Sitzsack oder Relax-Stuhl in der gegenüberliegenden Raum-Ecke bietet dem Kopf die nötige Abwechslung. Die ideale Denker-Ecke.

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