19.10.2020

Warum Zimmerpflanzen die perfekten Mitbewohner sind

Bogenhanf, Glücksfeder und Elefantenfuß: Zimmerpflanzen sind nicht nur hübsche Deko für den Wohnraum.

Vier Gründe, warum sie Teil jedes Zuhauses sein sollten.

Text von Tamara Effler, Content Management

 

 

„Living Walls“ also „lebende Wände” sind der neueste Schrei und verwandeln unser Zuhause in eine grüne Wohlfühloase. Doch auch die klassischen Zimmerpflanzen sollten auf jeden Fall einziehen. Wieso? Diese vier Argumente überzeugen einfach.  

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Grün im Wohnzimmer hilft beim Entspannen.

1. Natürlicher Luftreiniger

Schon gewusst? Wir verbringen bis zu 90% unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Umso wichtiger ist ein gutes Raumklima. Zimmerpflanzen ersetzen zwar das regelmäßige Lüften nicht, verbessern aber trotzdem die Luft. Die Photosynthese macht es möglich. Zur Erinnerung: Pflanzen nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und verwandeln es ihn Sauerstoff. Dieser wird wieder abgegeben. Laut einer Studie der NASA reduzieren die grünen Mitbewohner außerdem die Konzentration von Formaldehyd, Benzol, Xylol, Trichlorethylen. Diese Stoffe schleichen sich beispielsweise über Plastik und Wandfarben in unser Daheim.

2. Natürlicher Luftbefeuchter

Die grünen Mitbewohner geben circa 90% des aufgenommenen Wassers als Wasserdampf wieder an die Umgebung ab. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum, und so sind sie die natürliche Alternative zum Luftbefeuchter. Das ist vor allem im Winter toll, denn hier ist die Luft durch das Heizen oft zu trocken.

3. Natürliche Stresshelfer

Wer kennt es nicht: Bei Stress wirkt ein Spaziergang in der Natur wahre Wunder und hilft den Kopf freizubekommen. Generell wirkt die Farbe Grün beruhigend, und so helfen auch Zimmerpflanzen beim EntspannenStudien belegen, dass Pflanzen sogar den Blutdruck senken können und ähnliche Effekte haben wie Meditation.

4. Natürliche Konzentrationsbooster

Zimmerpflanzen beruhigen uns nicht nur. Ein norwegisches Forscher-Team hat bewiesen, dass Pflanzen die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigern. Wieso machen die Pflanzen im Arbeitszimmer oder gleich direkt am Schreibtisch produktiver? Der Effekt ist ähnlich wie bei Power Naps zu Mittag. Durch das kurze Abschweifen der Gedanken kommt die Konzentration zurück. 

 

Welchen Mitbewohner nun wählen?

Die Auswahl an Zimmerpflanzen ist groß. Eine Liste der NASA hilft. Wir haben gemeinsam mit der Expertin Theresia Starkl von der Gärtnerei Starkl diese drei Beispiele näher unter die Lupe genommen. Tipp: sie eignen sich auch für Personen ohne grünen Daumen. ;)

1) Bogenhanf (Sansevieria)

Umgangssprachlich wird er aufgrund seiner Form auch „Schwiegermutterzunge“ genannt. Die Sansevieria ist eine der robustesten Zimmerpflanzen. Die Überlebenskünstler überdauern auch Trockenperioden sehr gut.

2) Glücksfeder (Zamioculcas)

Egal ob trockene oder feuchte Luft, helle oder dünklere Räume – diese Pflanze wächst fast überall. Besonderes Kennzeichen: Je heller der Standort der Glücksfeder ist, desto heller sind auch die Blätter. Bei wenig Licht entwickeln sie ein sattes Dunkelgrün. Sie überleben wie der Bogenhanf auch bei weniger und unregelmäßiger Bewässerung. 

3) Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)

Weitere Namen sind Flaschenbaum oder Wasserpalme. Der Elefantenfuß speichert im Inneren Wasser. Damit gehört er zu den sogenannten sukkulenten – saftreichen – Pflanzen. Sie benötigen viel Sonne, aber wenig Wasser. Warum Elefantenfuß? Der Stamm ähnelt dem Fuß des Dickhäuters.

Noch mehr Zimmergenossen präsentiert die Webseite „Pflanze im Topf“ – der erste Pflanzen-Konfigurator Österreichs. Er bietet Beratung per Mausklick: einfach Standortfaktoren eingeben, und mit wenigen Klicks wird die passende Pflanze inklusive Topf-Vorschlag angezeigt. „Damit die grünen Mitbewohner lange Freude bereiten, sollte man unbedingt vorher recherchieren und sich beraten lassen.", so die Empfehlung der Expertin Theresia Starkl.

 

Noch ein wichtiger Tipp:

Meistens leiden Zimmerpflanzen eher darunter zu viel gegossen zu werden, anstatt zu wenig. Wieso? Die Übertöpfe sind wasserdicht. Somit kann es passieren, dass die Pflanzen zu lange im Wasser stehen bleiben. Das verursacht ein Abfaulen der Wurzeln und die Pflanze verhungert, weil sie keine Nährstoffe mehr aufnehmen kann. Feuchtigkeits-Messgeräte schaffen Abhilfe. Sie zeigen genau an, ob das Erdreich um die Wurzeln herum noch feucht ist.