Wärmedämmverbundsystem: Drei Vorteile für Haus und Bewohner

Energie plus Geld sparen mit gleichzeitig hohem Wohnkomfort: Wie ist das möglich? Mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS).Drei Vorteile im Überblick.

Text von Tamara Effler, Content Management

 

 

Bei Neubau oder Sanierung eines Hauses ist Wärmedämmung ganz oben auf der Themenliste. Vor allem in der kalten Jahreszeit gilt, die eigenen vier Wände vor Wärmeverlust zu schützen, sowie Energie und Kosten zu sparen. Unweigerlich begegnen einem die Begriffe Vollwärmeschutz und Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS. Noch nie gehört? Wir geben einen Überblick über die Funktion und die Vorteile des Systems. 

 

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Wärmedämmverbundsystem: Dämmplatten werden auf die Gebäudehülle geklebt.

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Der Schichtenaufbau eines WDVS 

Wärmeschutz Schicht für Schicht

Ein Wärmedämmverbundsystem wird zum Dämmen von Gebäudeaußenwänden eingesetzt. Es wird auf die Außenfassade des Gebäudes montiert. Grundsätzlich ist das WDVS so aufgebaut: Dämmplatten werden am Untergrund - aus zum Beispiel Ziegel, Beton oder einer verputzten Fassade - befestigt.  Ist dieser eben und wiegen die Dämmplatten weniger als zehn Kilogramm pro Quadratmeter, werden die Platten mit einem speziellen Klebemörtel direkt angeklebt. Je nach Tragfähigkeit des Untergrundes werden sie zusätzlich mit Tellerdübeln rückverankert. Bei sehr unebenen Untergründen kommt ein Schienensystem zum Einsatz.

Auf die Dämmplatten kommt die Putzträgerschicht, der sogenannte armierte Unterputz. Darauf kommt die letzte Schicht des Systems: der Außen- bzw. Oberputz. Dieser wird mit der Fassadenfarbe angestrichen. Voilà – das Gebäude ist nun von einem Wärmedämmverbundsystem mit diesen drei Vorteilen umhüllt.

Eine Schutzhülle = drei Vorteile

Das Gebäude hat mit dem Wärmedämmverbundsystem eine Schutzhülle bekommen. Die Bewohner profitieren damit gleich von diesen drei Vorteilen.

Vorteil 1: Für den Wohnkomfort

Schutz vor Auskühlen im Winter und vor Überhitzung im Sommer – ein Wärmedämmverbundsystem schafft zu jeder Jahreszeit ein gesundes, ausgeglichenes Raumklima mit angenehmen Temperaturen. Außerdem wird der Temperaturunterschied zwischen Innenraumluft und raumseitiger Wandoberfläche deutlich reduziert. Was bringt das den Bewohnern? Schimmelbildung wird verringert.

Vorteil 2: Für die Umwelt

Ein Haus mit schlechtem Wärmeschutz verbraucht unnötige Energie, da umsonst geheizt wird. Auch Wärmepumpe und Solarwärme können nicht optimale Arbeit leisten. Dank eines WDVS werden Verluste über die Gebäudehülle minimiert und der Gesamtenergieverbrauch verringert. Die Umwelt freut sich, denn die CO2-Emissionen werden damit reduziert. Die ARGE Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme weiß, dass Dämmstoff innerhalb von längstens zwei Jahren mehr Energie einspart, als für seine Herstellung aufgewendet wurde.

Vorteil 3: Für das Konto

Vollwärmeschutz verhindert einen starken Wärmeverlust über die Gebäudeaußenwand. Der positive Nebeneffekt: Die Heizkosten werden verringert und die Geldbörse geschont. Außerdem amortisieren sich durch die Einsparung beim Heizen die vielleicht auf den ersten Blick höheren Investitionskosten in überschaubarer Zeit. Zusätzlich steigt mit einem Wärmedämmverbundsystem der Wert eines Gebäudes, da die Energiesparverordnung erfüllt wird. Im Zuge der Förderungsaktion „Sanierungsscheck für Private 2020“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau mit bis zu 6.000 Euro gefördert.