17.02.2021

In 14 Schritten erfolgreich Ihr Haus sanieren

Vom Dach decken bis hin zum Ausmalen: Bei einer Haussanierung fallen viele Arbeiten an. Mit diesen 14 Schritten gelingt sie.

 

Ein weises Zitat sagt: "Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten." Sanierung bedeutet Arbeit, klar. Aber clever gemacht, lassen sich damit Ressourcen schonen. Wissen wir? Sicher? Schon mal was von "Hero Materials", den nachhaltigen Werkstoffhelden unserer Zeit, gehört? Nein? Wussten wir. 

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Mit einer Sanierung wird der Wert des Hauses erhöht. 

Womit starten? Wand oder Dach?

 

Sanierung kann ohne clevere Strategie zum Chaos werden. Damit Sie also nicht der nächste Protagonist von "Pfusch am Bau" werden, geben wir Ihnen einen Leitfaden "Sanierung in 14 Schritten" in die Hand. Sie wollen also wissen, womit starten? Wände oder Dach? Dann jetzt weiterlesen.

Schritt 1: Planung ist alles

Bereits bei einer vergleichsweise kleineren Badrenovierung, ist die Planung das Um und Auf. Das gilt umso mehr für das umfangreiche Projekt Haussanierung. In dieser Phase wird der Zustand von Wänden, Decken, Dachstuhl und Mauerwerk unter die Lupe genommen. Das Credo ist: Wie kann mit möglichst geringen Eingriffen in die Bausubstanz das Optimum herausgeholt werden. Außerdem gibt die richtige Planung einen groben Überblick über den bevorstehenden Zeitaufwand und die Kosten der Sanierung. Unsere Empfehlung: Holen Sie sich Unterstützung von einem Profi.

Schritt 2: Abbauen und herausreißen

Ist die Planungsphase abgeschlossen, geht es ans Abbauen. Fliesen, Fenster, Elektroleitungen, Wände: Alles was raus muss, sollte am besten gleich in einem Zug entfernt werden. So kann auch der Bauschutt auf einmal entsorgt werden. Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei einer Sanierung im Winter ist es sinnvoll die Fenster nicht gleich zu Beginn rauszureißen. Wo und wie den Bauschutt entsorgen? Zum Beispiel können auf Abfallservice Online Bauschutt Container bequem online gemietet werden.      

Schritt 3: Rohbau-Arbeiten

Als nächstes werden neue Zwischenwände aufgezogen, Deckendurchbrüche gemacht, neue Decken gebaut und Estrichböden gegossen. Kommt eine neue Fußbodenheizung ins Haus, wird sie dem Estrich vorgezogen. Hinweis: Die Trocknungszeit beim Estrichboden liegt bei sechs Wochen. 

Schritt 4: Dach neu decken

Gleichzeitig mit den Rohbau-Arbeiten können Dacharbeiten vorgenommen werden. Dazu gehören Dachsparren erneuern, Gauben errichten und natürlich eine neue Dachdeckung. Wird bereits draußen am Dach gearbeitet, spricht nichts dagegen die Trockenbauarbeiten (Schritt 5) vorzunehmen. Die Dämmung des Daches inklusive Sparrendämmung wird vor den Elektroinstallationen vorgenommen. Zu beachten ist der richtige Anschluss zwischen gedämmten Dach zur Außendämmung der Wände. 

Schritt 5: Trockenbau - Teil 1

Nun werden alle Wände und Zwischenwände eingezogen, in denen Leitungen verlegt werden. Bei Gipskartonwänden wird eine Seite weggelassen, und so der einfache Einbau der Haustechnik sichergestellt. Weitere Trockenbauarbeiten werden in Schritt acht erledigt.

Schritt 6: Die Haustechnik

Weiter geht es mit den Rohren und Leitungen für Kanal, Wasser und Heizung. Die Abwasserrohre kommen zuerst. Beim Einrichten des nötigen Gefälles sind andere Leitungen nur im Weg. Danach folgt die Verlegung der Wasserleitungen, dann sind die Heizungsrohre an der Reihe. Installateure sollten diese Arbeiten erledigen. Die vorbereitenden Arbeiten für eine Fußbodenheizung macht er gleich mit. Außerdem werden die Vorwandinstallationen zur Befestigung der Sanitäranlagen eingebaut. Wird der Raum der Heizungsanlage nicht mehr verputzt, wird auch die zentrale Heizungsanlage in diesem Schritt installiert.   

Schritt 7: Elektroinstallationen

Die Elektrik wird nach den Wasserrohren verlegt. Der einfache Grund: Stromleitungen ist es egal, wenn sie Kurven machen, während jede Rohrbiegung extra kostet. Denken Sie nicht nur an Lichtschalter und Steckdosen, sondern auch an elektrische Rollladenantriebe und Netzwerkkabel für Internet und Fernsehen. Für Schalter und Co werden in diesem Sanierungsschritt erst die Dosen gesetzt. Der Rest folgt nach dem Anstreichen.

Schritt 8: Trockenbau – Teil 2

Sind alle Leitungen und Rohre verlegt, werden Trockenbau und Wände fertiggestellt, sprich die zweite Seite der Gipskartonwand montiert. Die Verkleidung etwaiger Dachschrägen gehört hier dazu.

Schritt 9: Außendämmung

Die Sanierung der Außendämmung kann nach den Rohbauarbeiten in Angriff genommen werden. Sie ist losgelöst von vielen Arbeiten im Inneren, und so ist paralleles Arbeiten kein Problem. Dies spart Zeit. Der Fassendanstrich wird am besten direkt nach der Außendämmung erledigt, um die Kosten für das Gerüst zu reduzieren. Die Kellerdecke wird nach der Montage der Haustechnik gedämmt. 

Schritt 10: Fenster und Außentüren

Ist die Außendämmung geschafft, folgt der Einbau der Fenster und Außentüren.  

Schritt 11: Innenputz

Nun ist es Zeit für den Innenputz bestehend aus Unter- und Oberputz. Nach dem Verputzen müssen die Wände gut austrocknen. Die Trocknungszeiten des Putzes ergibt sich aus der Dicke. Hinweise dazu finden sich auf den Verpackungen.  Ein Tipp: Wird in einem Raum gefliest und verputzt, kommen zuerst die Fliesen dran. Das macht es leichter ordentliche Übergänge herzustellen.    

Schritt 12: Böden, Stiegen und Innentüren

Die Trockenzeit des Putzes bedeutet kein Stillstand der Arbeiten. Die Zeit lässt sich mit dem Einbau von Holztreppen gut überbrücken. Auch Fußböden sind jetzt an der Reihe. Ein wichtiger Hinweis: Vor dem Ausmalen sollten Sie die neuen Böden mit Planen bedecken, um sie vor Farbflecken zu schützen. Natürlich kann die Reihenfolge Boden verlegen und Wandanstrich auch umgekehrt werden, das kostet allerdings mehr Zeit. Nach den neuen Fußböden werden die Innentüren eingebaut.  

Schritt 13: Wände finalisieren

Ist der Putz trocken, geht es ans Ausmalen oder Tapezieren. Sind die Wände fertig, werden Fußleisten sowie Steckdosen und Lichtschalter montiert.

Schritt 14: Montage von Waschbecken & Co

Zuletzt werden die Sanitäranlagen im Badezimmer installiert.