Messemonat Mai als Lichtblick

Fühlen, erleben, wohnen: Die Messe „Wohnen & Interieur“ wird gerne als größtes Möbelhaus Österreichs bezeichnet. Doch wie steht es um das Event tatsächlich? Und was hat es mit dem hybriden Messegedanken auf sich?

Lockdown Nummer drei ist vorbei, die Geschäfte haben wieder offen. Doch wie geht es mit Veranstaltungen weiter? Edi Seliger kennt seine Branche. “Sowohl Aussteller als auch Besucher wünschen sich den persönlichen Kontakt mehr denn je, auch wenn immer noch ein Funke Verunsicherung gegeben ist”, sagt der Head of Operations des Portfolios „Living & Construction“. Seit Monaten brennt Veranstalter Reed Exhibitions darauf seine Tore endlich wieder vielen Wohnbegeisterten öffnen zu dürfen. Für ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept ist übrigens gesorgt. „Wir bedienen uns bei der ‘Wohnen & Interieur’ eines hochprofessionellen Hygiene- und Präventationskonzeptes, das sich an alle Vorgaben des Gesundheitsministeriums hält,“ so Seliger. Gut zu wissen: Die Messe Wien repräsentiert Österreichs bedeutendsten Messe-Standort und bietet mit 55.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche genug Platz sowie weitläufige Hallen mit modernen Be- und Entlüftungssystemen.

Der Reiz des hybriden Gedankens

Untätig war Österreichs größter Messeveranstalter während der letzten Monate nicht. Eine neue hybride Gangart soll das Messegeschäft künftig beflügeln. Reed sieht in der Digitalisierung einen mächtigen Arm, der das bisherige Geschäft erfolgreich erweitern wird. Die neuen Möglichkeiten stehen außer Frage. Das zeigt unter anderem der neue Branchenhub "Living & Construction". „Wir haben hier eine Vorreiterrolle eingenommen”, so Seliger. “Unsere Besucher wollen das ganze Jahr über die neusten Trends und Innovationen erfahren. Diese Plattform bietet den richtigen Content für Interessierte.” Für das Team rund um die “Wohnen & Interieur” ist dabei klar, Content muss heutzutage nicht nur informativ sein, sondern auch unterhaltsam. Übrigens: Auch Aussteller können hier ihre Themen platzieren. Ohne Streuverlust. 

© Reed Exhibitions Austria
Edi Seliger blickt optimistisch in die Zukunft.

Wo bleibt der persönliche Kontakt?

Dass der Kontakt zu Stammkunden sowie die Neukundenakquise gerne noch persönlich erledigt werden, zeigen Umfragen des Veranstalters. Besonders die „Wohnen & Interieur“ sei eine Messe, die mit allen Sinnen erlebt werden möchte. “Die Polster des neuen Sofas müssen in natura getestet werden, die Strukturen der Küchenfronten müssen gefühlt werden und mit dem Projektplaner will der Besucher einfach persönlich sprechen”, ist Seliger überzeugt. Zudem werde auch die direkte Vergleichbarkeit vor Ort auf der Messe als großer Benefit geschätzt. Nicht umsonst werde die „Wohnen & Interieur“ als größtes Möbelhaus Österreichs bezeichnet. “Wir wollen und werden trotzdem Brücken ins Digitale bauen”, so Seliger über den hybriden Gedanken. “Denn hier sehen wir großes Potenzial für die Zukunft der ‘Wohnen & Interieur’.”