18.03.2021

Aussaatkalender: Wann Gemüse und Kräuter im Garten pflanzen?

Tomaten, Gurken und Paprika: Aus dem eigenen Garten schmeckt es am besten. Doch wann Gemüse und Kräuter am besten aussäen und ernten?

 

Endlich: Mit dem Frühling beginnt die Gartensaison. Das freut uns besonders, denn Österreich ist laut Statistik Austria ein Land der Hobbygärtner. Fast Dreiviertel der Österreicherinnen und Österreicher genießen die längeren Tage im eigenen Garten, auf Balkon oder Terrasse. Der Garten ist schon längst nicht mehr nur Ruheoase, sondern Lieferant für Gemüse und Kräuter. Selbstversorger-Gärten lohnen sich doppelt: Tomaten aus dem eigenen Garten schmecken besser und sind dank kurzem Transport nachhaltig. Bevor es an die Gartenschaufeln geht, ist noch eine Frage zu klären: Wann wird welches Gemüse am besten ausgesät? Und wann können Sie welche Kräuter genießen? Mit unserem Aussaat- und Erntekalender für Gemüse und Kräuter pflanzen und ernten Sie zum richtigen Zeitpunkt. 

 

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Selbstangebautes Gemüse schmeckt am besten. Doch wann Gemüse und Kräuter pflanzen?

Wie beim Menschen kommt es auch bei Gemüse und Kräuter auf gute Nachbarschaft an. Die richtige Mischung macht es aus: Tief- und Flachwurzler, Stark- und Schwachzehrer, ober- und unterirdisch wachsendes Fruchtgemüse.

Nebeneinander angepflanzt unterstützt zum Beispiel die Petersilie Karotten, weil sie die Möhrenfliege abhält. Tomaten und Basilikum passen nicht nur auf Pizza zusammen, sondern auch im Gartenbeet. Denn Basilikum schützt Tomaten vor Mehltau.

Die perfekten Beet-Nachbarn sind:

  • Basilikum mit Tomaten, Gurken und Kohl. Schützt vor Mehltau und der Weißen Fliege.
  • Dille fördert die Keimfähigkeit von Karotten. Schädlinge riechen sie die Duftstoffe nicht gerne.
  • Rosmarin gegen Kohlweißling und Möhrenfliege passt gut zu Kohl und Karotten
  • Zwiebeln beugen Pilzen und Spinnmilben bei Karotten und Erdbeeren vor.
  • Blattläuse lassen sich von Brennnessel abschrecken. Er fördert außerdem die Pflanzengesundheit
  • Rettich zwischen Porree angepflanzt schützt vor Lauchmotten.

Manche Sorten nehmen sich dagegen Platz, Nährstoffe und das Sonnenlicht weg. Zum Beispiel vertragen sich Kreuzblütler (Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kopfkohl, Kohlrabi, Kresse, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Rucola, Wirsing),  Hülsenfrüchtler (Bohnen, Erbsen, Linsen, Puffbohnen) und Doldenblütler (Dill, Fenchel, Kerbel, Kümmel, Liebstöckel, Karotten, Pastinaken, Petersilie, Sellerie) untereinander nicht.

Abstand halten gilt bei diesen Pflanzensorten:

  • Bohnen nicht gemeinsam mit Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Möhren, Tomaten, Zwiebeln anbauen.
  • Erbsen vertragen sich nicht mit Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Porree, Tomaten, Zwiebeln.
  • Keine guten Nachbarn sind Erdbeeren und Kohlarten.
  • Gurken passen nicht zu Kohl, Rettich, Salate, Sellerie und Tomaten.
  • Bohnen, Erbsen, Porree, Zwiebeln mögen keinen Knoblauch.
  • Kohl mag keine Erdbeeren, Gurken, Knoblauch, Rote Rüben und Zwiebeln. 
  • No-Go: Kopfsalat mit Petersilie, Sellerie sowie Petersilie mit Porree, Salat, Sellerie, Zwiebeln
  • Porree ist kein Fan von Bohnen, Erbsen, Knoblauch, Mangold und Zwiebel
  • Im Beet den Salat nicht mit Petersilie, Rettich und Sellerie mischen. 
  • Sellerie muss zu Gurken, Kopfsalat und Petersilie Abstand halten.
  • Spinat freundet sich im Beet nicht mit Blumenkohl und Rucola an. 
  • Kein ideales Paar sind Tomaten mit Bohnen, Erbsen, Fenchel und Rotkohl

 

Quelle: Gartenhaus.at